Das berühmteste Kunstdenkmal der St. Georg-Straße wurde zwischen 1390 und 1420 im gotischen Stil erbaut. Ihren Barock-Charakter erhielt die Kirche während des Umbaus im ausgehenden 17. Jahrhundert. Die ursprünglichen Teile kamen bei der Behebung der Schäden des Zweiten Weltkrieges wieder zum Vorschein. (Seither sind die alten gotischen Torbögen über den Barockeingängen wieder zu sehen). Die Barockorgel, die älteste Orgel in Ungarn und eine der ältesten Denkmalorgeln Mitteleuropas, war ein Geschenk der Familie Esterházy. Sie wurde laut Pray-Chronik 1633 von dem Wiener Meister Johannes Woeckerl gebaut, der auch der Orgelbauer der Wiener Franziskanerkirche war. Gewisse Einzelheiten des Orgelgehäuses beider Instrumente weisen überraschende Übereinstimmungen auf. Das Instrument hatte ursprünglich ein Manual und zehn Register, wurde aber im Jahre 1957 nach Plänen von József Soproni und unter Beibehaltung der Originalteile wiederhergestellt und zu einer zweimanualigen Orgel mit 18 Registern erweitert. Seit 2003 ist das Instrument wieder restauriert: Die Originalteile, die Pfeifen wurden konserviert. Die inzwischen umgebauten, in einer anderen Funktion verwendeten Elemente sind an ihren ursprünglichen Ort zurückgekehrt und die fehlenden Bestandteile wurden aus einem dem Original entsprechenden Material und nach ursprünglicher Bauweise ergänzt. Alle ersetzten Pfeifen, die Klaviaturen, die Blasvorrichtung, alle neuen Zapfen und Bindeelemente wurden mit einer im Barockzeitalter üblichen Lösung hergestellt.
Eine kulturgeschichtliche Besonderheit der Kirche ist, dass sie in den 1600er Jahren den Lutheranern gehörte und an ihrer Orgel der damals aus Wien nach Sopron geflohene namhafte Komponist, Andreas Rauch spielte.