St. Michaeliskirche
Die erste Pfarrkirche der Stadt wurde, wie es im frühen Mittelalter üblich war, auf dem Gebiet des Friedhofs errichtet. So kam es, dass sie außerhalb der befestigten Stadtmauern lag. Der Bau der Kirche begann im 13. Jahrhundert im romanischen Stil, wurde aber im 15. Jahrhundert gotisch umgestaltet. So kam das dreischiffige Gebäude mit langem Chor zustande, das gerade abschließende Nebenchöre, Frontaltürme und Stützpfeiler hatte. 1605 wurden die Altäre und die Orgel von Bocskays Heiduckenarmee zerschlagen; im Jahre 1726 brannte das Dach ab.Die heutige Form derKirche ist das Ergebnis der neogothischen Rekonstruktion der 1800er Jahre. Wie es gut zu sehen ist, stammt der untere Teil des Turmes an der Westfassade aus dem Mittelalter, wogegen die Füllung und der Rahmen des Eingangs das Werk des 19. Jahrhunderts ist. Die dem Schiff Rhythmus verleihenden Stützpfeiler stammen ebenfalls aus dem Mittelalter. Beim Eintritt in die Kirche kann der Vergleich der miteinander harmonisierenden, aber durch Jahrhunderte getrennten Teile fortgesetzt werden: Die gotischen Sitznischen und neogotischen Arkaden, die plastische Gestaltung der Säulenkapitel des Hauptschiffes und der Konsolen zeugen vom Können des mittelalterlichen Meisters. Die Bemalung, wie auch die nach Plänen von Ferenc Storno verfertigte Einrichtung, stammen bereits aus dem 19. Jahrhundert. Wandmalereien bzw. ihre Fragmente aus dem 15 Jahrhundert wurden freigelegt, die heute in stark erneuerter Form zu sehen sind. Die Madonnenstatue aus Holz, die um 1460-1470 entstanden ist, bewahrt ihre ursprüngliche Schönheit und zugleich den Anstrich der Jahrhunderte.